Autor: Fredrik S. Heffermehl

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Englisch:

Peace is Possible

Deutsch:

Frieden ist machbar

Schule: Englischkurs 12., Englischen Instituts Heidelberg:
Schüler: Henriette Scharnhorst, Leo Schork, Julian Schutt, Philip Wallmeier, David Bähr, Philipp Baumgärtner, Friederike Bock, Cindy Cole, Niklas v. Doorne, Bettina Eichler, Johann Engler, Sarah Freidinger, Roman Hable
Fachliche Unterstützung: Frau Rauterberg

A young man I know here in Norway, where I live, had great qualms about the idea of doing military service and the possibility of having to comply with oders to shoot, or be shot by other young men. Men with the same wish to live as he and different from himself only by living on the other side of rather accidental border. He was, however, persuaded to serve by a leading conservative politican who argued that "We need a strong military to get (terrible) Soviet Union to the negotiating table and agree on disarmament."



Ein junger Mann, den ich hier in Norwegen, wo ich wohne, kenne, hatte große Bedenken darüber, Militärdienst zu leisten und möglicherweise Schussbefehlen folgen zu müssen oder von anderen jungen Männern erschossen zu werden. Männer, mit dem gleichen Wunsch zu leben wie er und die sich von ihm nur dadurch unterscheiden, dass sie auf der anderen Seite einer mehr oder weniger zufälligen Grenze leben. Er wurde jedoch von einem führenden konservativen Politiker überzeugt in der Armee zu dienen, der folgendermaßen argumentierte: „Wir brauchen ein starkes Militär, um die (schreckliche) Sowjetunion an den Verhandlungstisch zu bekommen und sich über die Entwaffnung zu einigen.

1) He believed everyone must be so eager for disarmament that it would happen during his own years in the military. It did not. He hoped that at least his 6 years younger brother would not have to wear uniform. He had to, — and so had the 12 years younger one. And the arms race continued. The experts let “arms control” replace the goal of disarmament. After four decades of agonizing gamble on the brink of global devastation, the Cold War ended and a Soviet Union in ruins badly needed money for food rather than arms. A golden opportunity. Still he saw little apparent appetite for disarmament and concluded that militarism is self-driven, by strong forces, mainly economical, and that only a broad mobilization for peace can save life on this planet. 1) Er glaubte, jeder müsse so begierig nach Entwaffnung sein , dass sie während seiner eigenen Zeit beim Militär geschehen würde. Sie geschah nicht. Er hoffte, dass wenigstens sein sechs Jahre jüngerer Bruder keine Uniform mehr tragen müsse. Er musste – und ebenfalls sein zwölf Jahre jüngerer Bruder. Und das Wettrüsten setzte sich fort. Experten ließen es zu, dass das Ziel der Entwaffnung durch "Waffenkontrollen" ersetzt wurde. Nach vier Jahrzehnten quälenden Spielens am Rande der globalen Verwüstung endete der Kalte Krieg und eine ruinierte Sowjetunion brauchte dringend Geld, vielmehr für Nahrung als für Waffen. Eine einzigartige Gelegenheit. Trotzdem erkannte er wenig offensichtliches Verlangen nach Entwaffnung und folgerte, dass Militarismus eigenen Antrieben folgt, hauptsächlich ökonomischen Kräften und dass nur eine umfassende Mobilisierung für Frieden das Leben auf diesem Planeten retten kann.
2) Today, forty years later, that young man, now 60, is still waiting, but not passively. He has spent 15 years campaigning for peace. He is annoyed and impatient, but he has not given up. I can tell, because I am he.2) Heute, 40 Jahre später, wartet dieser junge Mann, jetzt 60, noch immer, aber nicht passiv. Er hat 15 Jahre damit verbracht für den Frieden aktiv zu arbeiten Er ist enttäuscht und ungeduldig, aber er hat nicht aufgegeben. Ich kann das sagen, denn Ich bin er.
3) This book is written for all those who wish for the endless sorrow, killing, loss and devastation caused by wars to come to an end, but who add “if it had only been possible”. The writers, 31 prominent peacemakers, through their own experience from a wide range of backgrounds and approaches, show that, indeed, “Peace is Possible”. It is possible despite continuous overspending on more and more vicious weaponry. Possible even if millions of people depend on military and war preparations for their living and even have the power to control political decisions, above all their own budgets. Possible despite armies of journalists who, “describing the world as it is”, keep telling us that nothing can be changed. 3) Dieses Buch ist für all diejenigen geschrieben die sich wünschen, dass dieses endlose Leid, das Töten, der Verlust und die Verwüstungen, die durch Kriege verursacht werden, endlich ein Ende findet, aber die immer hinzufügen: „wenn es doch nur möglich wäre“. Die Autoren, 31 bekannte Friedensaktivisten, beweisen durch ihre eigenen Erfahrungen aus einer breiten Auswahl an Hintergründen und Denkansätzen, das Frieden sehr wohl möglich ist. Er ist möglich, trotz der fortwährenden immensen Ausgaben für immer gefährlicher werdende Waffen. Möglich, auch wenn Millionen Menschen vom Militär und den Kriegsrüstungen, mit welchen sie ihren Lebensunterhalt verdienen, abhängig sind und sogar die Macht haben politische Entscheidungen und vor allem ihren eigenen Etat zu kontrollieren. Möglich trotz Armeen von Journalisten, die nicht aufhören uns zu erzählen, dass es sich nicht ändern lässt, indem sie die Welt so beschreiben wie sie ist.
4) And still: “Stronger than the tread of armies, is an idea whose time has come.” Incredible and totally unexpected changes happen. Nobody believed Communism and the Iron Curtain could fall even a few months before it occurred. And nobody believed that the white minority in South Africa, with all their military power, would have to negotiate with prisoner Nelson Mandela, release him and hold elections that made him President Mandela. People united for a common goal made the “miracle” happen. The greatest obstacle to worldwide peace may be the widespread belief that it is impossible. Whether or not you add the few words “if it had only been possible” is a crucial point. In fact, it makes the difference between being part of the problem, or part of the solution. 4) Und dennoch: „Stärker als der Marsch der Armeen, ist eine Idee deren Zeit gekommen ist.“ Unglaubliche und völlig unerwartete Veränderungen ereignen sich. Niemand glaubte dass der Kommunismus und der „Eiserne Vorhang“ fallen würden. Nicht einmal wenige Monate bevor dies wirklich statt fand. Und niemand dachte, dass die weiße Minderheit in Süd Afrika samt ihrer militärischen Stärke gezwungen sein würde, mit dem Gefangenen Nelson Mandela zu verhandeln, ihn freizulassen und Wahlen zuzulassen, die ihn zum Präsidenten machten. Menschen, vereint für ein gemeinsames Ziel, ließen das „Wunder“ geschehen. Das größte Hindernis auf dem Weg zum weltweiten Frieden ist wohl die weit verbreitete Überzeugung er sei nicht möglich. Ob man die wenigen Worte „wenn es doch nur möglich wäre“ hinzufügt oder nicht ist der entscheidende Knackpunkt. In der Tat macht es einen großen Unterschied, ob man ein Teil des Problems oder ein Teil der Lösung ist.
5) The last couple of generations have seen major progress in our collective ethical awareness: The Nuremberg trials of Nazi war criminals in 1945-7 placed responsibility for war crimes on the individual, with no exception for acting under orders or laws of one’s own country. The basic dignity and equality of all human beings have been expressed in the United Nations Charter and the UN Convention on Human Rights. “Internal affairs” no longer shield states that commit grave offenses against their citizens from criticism and sanctions. Formerly enslaved nations now have their own voice in the international community. Skills in conflict resolution are in rapid development. Ideas and words have the power to change the world, and they do. 5) Die letzten paar Generationen haben für den größten Veränderungsprozess innerhalb unseres ethischen Bewusstseins gesorgt: Die Nürnberger Prozesse gegen Nazi-Kriegsverbrecher von 1945-47 ordneten die Verantwortung für Kriegsverbrechen dem Individuum zu, ohne Ausnahme unter Befehl oder Gesetzen des eigenen Landes gehandelt zu haben .Die grundlegende Würde und Gleichheit aller Menschen wurde durch die UN Charter und die UN Konvention der Menschenrechte ausgedrückt. „Innere Angelegenheiten“ schützen Staaten nicht länger, welche schwerwiegende Angriffe gegen ihre Bürger begehen, vor Kritik und Sanktionen. Ehemals versklavte Nationen haben nun ihre eigene Stimme in der internationalen Gemeinschaft. Die Fähigkeiten in der Konfliktbewältigung befinden sich in einer rasanten Entwicklung. Wörter und Ideen haben die Macht die Welt zu verändern und sie tun es auch.
6) Military and security questions may appear too complex for the lay person to have an opinion. But, don’t be intimidated, ask if you don’t understand. Surprisingly often simple, basic questions make it clear that a confident expert does not have a convincing answer. We will be well on the road to disarmament when people start to pose some simple questions on military matters, first to themselves, then to family, colleagues and then in political meetings, newspapers and other mass media: 6) Militär- und Sicherheitsfragen können für den Laien so komplex erscheinen, dass sie sich keine Meinung bilden können. Aber, sei nicht eingeschüchtert, frag wenn du etwas nicht verstehst. Überraschenderweise sind es oft die einfachen, grundsätzlichen Fragen die klarmachen, dass ein selbstsicherer Experte keine überzeugende Antwort hat. Wir würden auf den richtigen Weg zur Entwaffnung kommen, wenn Leute anfingen die einfachen Fragen in Bezug auf militärische Angelegenheiten, erst sich selbst, dann der Familie, den Kollegen und folglich bei politischen Sitzungen, in Zeitungen und anderen öffentlichen Medien stellen:
7) Can weapons for mass destruction make the world safe? Does the continuing research and tests to develop new nuclear weapons (which goes on all the time) make the world more secure? Can political powerplay, fear and threats, give us security? Do rusting and sunken nuclear submarines bear witness to a successful policy for security? I have asked many such questions and conducted a dialogue, both with myself and others: — You can’t just remove all weapons and military forces. — Who said it shall happen overnight? Who excluded some form of international police to enforce the laws and ensure that all members of the international community obey the rules? Without agreement that the direction is reductions the increases will continue. Stable equilibrium is not a possibility. — But, is it possible to create a world without conflict? — No, conflicts are, of course, part of life for nations as well as individuals. But fighting? We need to resolve conflicts in a civilized, non-violent manner. And we do. Isn’t, after all, reason and talk, rather than violence, the predominant norm and even the law, on all levels, for people, states and international bodies? The United Nations Charter obliges states to settle disputes without resort to force. Democracy is in itself a system for peaceful resolution of conflicts. In the old days a man “carried his right on the tip of his spear”. Civilized societies came with laws and with courts and police for their enforcement. Isn’t it high time the international community also gets civilized? — Disarmament is difficult to imagine in a world with so great inequalities and injustice. — Yes, but only a small fraction of the astronomic amounts wasted on upholding the inequities through military means would be more than sufficient to secure shelter, pure water, health services and education for all people. Wouldn’t repairing the inequities be much more humane and rational? And safer? Recent figures show that the nuclear programs of the US have cost 5,8 trillion dollars, equaling US$ 1 000 per person on the globe today. And that is the bill only for the US — and only for nuclear arms.7) Können Massenvernichtungswaffen die Welt sicher machen? Machen die kontinuierliche Forschung und die Testreihen (die durchgehend ablaufen), um neue nukleare Waffen zu entwickeln die Welt sicherer? Können uns politische Machtkämpfe, Angst und Bedrohungen Sicherheit geben? Sind gerostete, gesunkene U-Boote Zeugen einer erfolgreichen Sicherheitspolitik? Ich habe häufig solche Fragen gestellt und einen Dialog mit mir selbst und anderen geführt: – Man kann nicht einfach alle Waffen und alle militärischen Kräfte entfernen. – Wer hat gesagt dass es über Nacht passieren soll? Wer hat eine internationale Polizei ,die sicherstellt, dass die Gesetze angewandt werden und dass sich jeder in der internationalen Gemeinschaft daran hält, ausgeschlossen? Ohne ein Übereinkommen, das die Richtung der Reduzierung einschlägt, wird der Zuwachs an Waffen weiter fortsetzen. Solide Gleichverteilung ist keine Lösung. – Aber ist es möglich eine Welt ohne Konflikte zu schaffen? – Nein, Konflikte sind sicherlich Teil des Lebens für Länder wie für Individuen, aber kämpfen? Wir müssen versuchen Konflikte auf eine zivilisierte, nicht gewalttätige Weise zu lösen. Ist nicht eigentlich die Vernunft und das Gespräch eher als Gewalt, die herrschende Norm und sogar das Gesetz auf allen Ebenen, für Menschen, Länder und internationale Organe? Die Charta der Vereinten Nationen verpflichtet die Staaten Auseinandersetzungen zu lösen ohne auf Gewalt zurückzugreifen. Demokratie ist grundsätzlich ein System zur friedlichen Lösung von Konflikten. In alten Zeiten „trug ein Mann sein Recht auf der Spitze seines Speers“. Zivilisierte Gesellschaften koppelten sich mit Gesetzen sowie Gerichten und Polizei, um das Recht durchzusetzen. Ist es nicht höchste Zeit, dass die internationale Gemeinschaft auch zivilisiert wird? – Abrüstung ist sich schwer vorzustellen in einer Welt mit solch großen Unterschieden und Ungerechtigkeit. – Ja, aber nur ein kleiner Bruchteil der gewaltigen Beträge, die verschwendet werden, um diese Ungerechtigkeiten durch militärische Mittel aufrecht zu erhalten, wären mehr als ausreichend, um Unterkunft, sauberes Wasser, Gesundheitswesen und Bildung für alle Menschen zu sichern. Wäre es nicht viel Menschlicher und Vernünftiger diese Ungerechtigkeiten zu beheben? Und sicherer? Neuste Zahlen zeigen, dass die Kernforschungsprogramme der Vereinigten Staaten 5,8 Billionen Dollar gekostet haben, was heute 1000 US Dollar pro Person auf der Welt entsprechen. Und das ist nur die Rechnung, die für die Vereinigten Staaten gilt – und auch nur für Kernwaffen.
8) In February 1999 the motives underlying US military spending were spelled out with rare clarity by the US Secretary of Defense. “Marshaling his arguments for ensuring American military pre-eminence in the 21st century”, he said in a speech to employees of Microsoft: “I will point out that the prosperity that companies like Microsoft now enjoy could not occur without having the strong military that we have.” He told reporters that “conflicts in faraway lands such as Bosnia, Korea and Iraq have a direct effect on the U.S. economy. The billions it costs to keep 100,000 American troops in South Korea and Japan, for example, makes Asia more stable — and thus better markets for U.S. goods. The military’s success in holding Iraq in check ensures a continued flow of oil from the Persian Gulf.” (AP, Feb. 18, 1999)8) Im Februar 1999 wurden die Motive, die den amerikanischen Militärausgaben zu Grunde lagen, vom Verteidigungsminister der Vereinigten Staaten mit seltener Klarheit ausgesprochen. „Indem er seine Argumente zusammenfasste, die eine Vormachtstellung des Amerikanischen Militärs im 21. Jahrhundert sicherten“, sagte er in einer Rede an die Mitarbeiter von Microsoft: „Ich möchte herausheben, dass der Wohlstand, an dem sich Unternehmen wie Microsoft heute erfreuen, ohne das starke Militär, das wir haben nicht möglich wäre.“ Er teilte Reportern mit, dass „Konflikte in fernern Ländern wie zum Beispiel Bosnien, Korea und dem Irak eine unmittelbare Auswirkung auf die amerikanische Wirtschaft haben. Die Milliarden, die es kostet, 100000 amerikanische Soldaten, zum Beispiel in Süd Korea und Japan zu unterhalten, machen Asien stabiler – und schaffen so bessere Märkte für amerikanische Waren. Der militärische Erfolg, den Irak in Schacht zu halten, sichert eine beständige Versorgung mit Öl vom Persischen Golf.“ (AP, Feb. 18, 1999)
9) The US policy of “holding Iraq in check” through an embargo costs thousands of lives every month, and, according to estimates by UN agencies, has taken over one million lives since 1991. The human toll is genocidal, whereas the costs of modern war make the US policy bad economy as well. The 1990-91 Gulf war cost the region some $ 676 billion, almost twice the combined earnings of Iran and Iraq from oil sales since they first started exporting petroleum.9) Die US-Politik des ,,Irak in Schach halten“ durch ein Embargo kostet jeden Monat tausende von Leben, und hat nach Schätzungen von UN-Behörden über eine Millionen Leben seit 1991 gekostet. Das menschliche Tribut ist völkermordend, genauso wie die US-Politik schlechte wirtschaftliche Auswirkungen durch die Kosten des modernen Krieges verursacht. Der Golfkrieg von 1990-91 kostete die Region 676 Milliarden $, nahezu doppelt soviel wie der Irak und Iran an Ölverkäufen seit sie den Ölexport anfingen, verdienten.
10) While the military forces tend to get what they ask from the treasury, the peace movement, which depends on raffles and private charity, is constantly being choked by lack of money. If states (or others) would spend only a tiny fraction of the military budgets on peace movement efforts for disarmament, it could release enormous dividends to meet the needs of people. — Human nature being as it is, we need strong weapons to protect our country and ourselves. — The almost automatic response to an armed neighbour is to try to more than match his force. An alternative would be to agree on substantial reductions and concentrate on building trust and cooperation. When the US continues to withhold the $ 14 billion it owes to the United Nations, and at the same time intends to use seven times that amount to increase its military spending in 1999, something is terribly wrong. The idea with the military is to protect the land and its resources for the citizens. Instead land is taken for training of one’s own forces and people get jet fighters and frigates instead of housing, bread, kindergartens, hospital care and education. For how long can we continue to seek security through the latest and most efficient weaponry? A projection of past development into the future is frightening. Weapons have developed from stones and sticks to swords, to guns, cannons and grenades, from shield, personal armour to armoured vehicles, cannonballs became airborne bombs, then missiles, housebusters, became blockbusters, citybusters and worldbusters — security? In the wars of the past, soldiers died to protect the civilian population. Today, ironically, it’s the civilians that die.10) Während die Militärkäfte dazu neigen, zu bekommen wonach sie beim Amt verlangen, droht die Friedensbewegung, die von Verlosungen und privaten Wohltätern abhängig ist, aus Geldmangel zu ersticken. Wenn Staaten ( oder andere ) nur einen winzigen Teil des militärischen Budgets für die Bemühungen der Friedensbewegung bei der Entwaffnung ausgeben würden, könnten enorme Erfolge für die Bedürnisse der Menschen erreicht werden. – die menschliche Natur ist das was sie ist, wir brauchen starke Waffen um unser Land und uns selbst zu beschützen. – Die fast automatische Antwort auf einen bewaffneten Nachbarn ist der Versuch seine Kraft zu übertreffen. Die Alternative wäre eine schrittweisen Abrüstung und eine Fokussierung auf Vertrauensaufbau und Zusammenarbeit. Wenn die USA, die 14 Milliarden, die sie den Vereinten Nationen schuldet ,zurückhält und dabei sieben mal soviel verwendet, um ihre Militärausgaben im Jahre 1999 zu erhöhen, läuft etwas schrecklich falsch. Die Idee des Militärs ist, das Land und die Ressourcen der Bürger zu beschützen. Statt dessen wird das Land für die Ausbildung seiner Streitkräfte benutzt, und die Leute erhalten Düsenjets und Frigatten anstatt Häusern, Brot, Kindergärten, Krankheitsvorsorge und Ausbildung. Für wie lange noch können wir durch die neusten und effektivsten Waffen Sicherheit suchen? Eine Prognose aus vergangenen Entwicklungen für die Zukunft ist Besorgnis erregend. Waffen haben sich von Steinen und Stöcken in Schwerter entwickelt, zu Pistolen, Kanonen und Granaten, von Schildern, Rüstungen für Menschen zu gepanzerten Fahrzeugen, Kanonenkugeln wurden zu Luftbomben dann Raketen, Häuserzerstörer wurden zu Zerstörern ganzer Blöcke, Städtezerstörer und Weltzerstörer – Sicherheit? In den Kriegen der Vergangenheit starben Soldaten um die Bevölkerung zu schützen. Heutzutage, sterben ironischerweise die Zivilisten.
11)Humanity’s struggle for security contains many paradoxes. The World Health Organization, WHO, ran a big and costly campaign that succeeded, two decades ago, to remove smallpox from the face of the earth. Recently, however, it became known that the military both in the US and Russia continued to keep huge stores of the virus — which today, without inoculation, would have devastating effects.11) Der Kampf der Menschheit für Sicherheit hat vieleWidersprüche. Die Weltgesundheitsorganisation, WHO, startete eine große und kostspielige Kampagne, die es schaffte, vor zwei Jahrzehnten, Windpocken aus der Welt zu schaffen. Vor kurzem jedoch wurde bekannt, dass das Militär in den USA und auch in Russland weiterhin gewaltige Vorräte dieses Virus gelagert hatten,welches heute ohne Impfung verheerende Folgen hätte.
12) How strong do the strongest weapon make us — with time spans for decisions on releasing the nuclear holocaust reduced to minutes? I wish to mention and honour one of the people we should thank for our continuing existence, a Russian colonel, Stanislav Petrov. For three terrifying minutes on a September night in 1983 he held firm as alarms blared and lights flashed across his nuclear control bunker, falsely indicating a nuclear attack. Had he followed his orders, Soviet missiles would have erased numerous US cities. It would have been the end for us all. After initial promises of the honour he deserved, the incident was hushed up and Petrov was sacked by embarrassed superiors. Today he lives forgotten and ill outside Moscow.12) Wie stark macht uns die stärkste Waffe, die Zeitspannen auf Minuten reduziert, die Entscheidung den nuklearen Holocaust auszulösen ?, Ich möchte einen Menschen erwähnen und ehren, dem wir für unsere weitergehende Existenz danken sollten, einem russischen Oberst, Stanislav Petrov. In einer Septembernacht im Jahre 1983 blieb er drei furchtbare Minuten lang standhaft, während die Alarmsirenen heulten und Lichter über seinen nuklearen Kontrollbunker blinkten, die fälschlicherweise auf einen nuklearen Angriff hinweisen sollten. Wäre er seinen Anweisungen gefolgt, hätten sowjetische Raketen mehrere amerikanische Städte ausgelöscht. Es wäre das Ende für uns alle gewesen. Nach anfänglichen Versprechen für die Ehre, die er verdient hatte, wurde der Vorfall stillgeschwiegen, und Petrov wurde von seinen Vorgesetzten, denen die Situation peinlich war, entlassen. Heute lebt er vergessen und krank außerhalb von Moskau.
13) Isn’t it high time to realize the true nature of modern weapons — are they not inherently unsuited for their purpose? The military can no longer deliver the product we pay them for — security. For how long can we go on spending generously on systems for security that to increasing perfection gives us just the opposite? People don’t get much help to see these realities, powerful interests are all too eager to maintain the deception. But it is very revealing to make a habit of asking questions, to compare acts with words, acts with other acts and also ask how acts relate to general principles. Outrage meets the foreign spy, but are we so against spies that we don’t have any ourselves? We don’t wish Iraq to get nuclear weapons, fine, but why has Israel’s nuclear arsenal been condoned for three decades? If humanitarian intervention is called for to protect people in Bosnia and Kosovo, why is nothing done with the much worse genocides against East Timor by Indonesia and against Kurds by Turkey? All talk of peace, justice and democracy should be met with suspicion. The reality behind is often the opposite.13) Ist es nicht höchste Zeit, den wahren Charakter der modernen Waffen zu erkennen – sind sie nicht grundsätzlich ungeeignet für ihren Zweck? Das Militär ist nicht länger im Stande das Produkt zu liefern, für das wir sie bezahlen – die Sicherheit. Wie lange können wir noch fortfahren, großzügig in Sicherheitssysteme zu investieren, die dafür bestimmt waren die Perfektion zu steigern, aber uns nur das Gegenteil bescheren? Die Menschen werden nicht darin unterstützt, die Realität zu erkennen; mächtige Interessen sind viel zu sehr darauf bedacht, diese Täuschung aufrecht zu erhalten. Aber es ist sehr entlarvend, dass man es sich zur Gewohnheit macht, Fragen zu stellen, Taten mit Worten zu vergleichen, Taten mit anderen Taten und auch zu hinterfragen, wie Taten mit allgemeinen Prinzipien zusammenhängen. Man empört sich immer über ausländische Spione, aber sind wir so sehr gegen Spionage, dass wir selbst keine hätten? Gewissmöchten wir nicht, dass der Irak in den Besitz von Nuklearwaffen gelangt, aber warum wird Israels Nuklearwaffenarsenal seit drei Jahrzehnten stillschweigend geduldet? Wenn humanitäres Eingreifen gefordert wird, um die Menschen in Bosnien und im Kosovo zu schützen, warum wird dann nichts gegen den viel schlimmeren Völkermord von Indonesien in Ost Timor und der Türkei gegen die Kurden unternommen? Dem ganzen Gerede von Frieden, Gerechtigkeit und Demokratie sollte mit Misstrauen begegnet werden. Die Wirklichkeit dahinter entspricht oft dem Gegenteil.
14) A current example here is the 1998 treaty on the International Criminal Court, a major breakthrough for international law and order. Here the United States, in company with a handful of other states, China, Israel, Libya, Turkey and Yemen, adamantly opposes the entry into force of a major tool to shield people from the atrocities of war. The US itself is taking penal action against states and individuals all over the world, violating the sovereignty of other states. But at the same time the US will not accept a quite reasonable right for other countries to prosecute, before an international tribunal, in the event US citizens should commit the worst types of crimes (war crimes, genocide, crimes against humanity etc.) on their territory.14) Ein aktuelles Beispiel dafür ist der Vetrag über den Internationalen Strafgerichtshof von 1998, ein bedeutender Durchbruch für das internationale Rechtswesen. Hier in diesem Fall widersetzen sich die Vereinigten Staaten mit einer Hand voll anderer Staaten, wie China, Israel, Libyen, Türkei und Jemen, unerbittlich gegen das inkraftreten eines der wichtigsten Werkzeuge, um die Menschen vor den Grausamkeiten des Krieges zu bewahren. Die USA selbst betreiben Strafverfolgung gegen Staaten und einzelne Personen auf der ganzen Welt und verletzen damit die Souveränität anderer Staaten. Aber gleichzeitig werden die USA mit Sicherheit nicht das durchaus vernünftige Recht anderer Länder akzeptieren, eine Strafverfolgung vor einem Internationalen Tribunal anzustrengen, im Falle dass U.S. Bürger die schlimmste Art von Straftaten (z.B. Kriegsverbrechen, Völkermord, Verbrechen gegen die Menschlichkeit usw.) auf ihrem Territorium begehen sollten.
15) Such unconscionable policies are being pursued all the time, out of public view. It is impossible to really understand what is happening in the world from the coverage in the mainstream media of the Western world. In my own years as a law student and later as a business attorney, I assumed that freedom of speech in Norway was perfect. However when I later started to use the freedom of speech to say controversial things, I discovered a different reality. I could not move far outside the “authorized debate”, serving Western establishments and their interests, before my articles were rejected. To understand this world, it is mandatory to seek viewpoints and information from other sides and sources, through alternative media — now also the Internet. For this book I have selected the writers I found most suited to show, through recent practical experience, how everyone has a role to play in building the roads to a world in peace. Had I chosen a more historic approach, I would not have had to search far for examples of peaceful conflict resolution. At the start of this century, my own country, Norway, was on the brink of war with neigbouring Sweden. Norway wished to break out of the union between the two countries. The Swedish king and the establishment on both sides were determined to go to war. But people — peasants, women, peace societies — started intensive contacts across the border, and managed to avoid a war that might have pestered our relationship to this very day. 15)Solche skrupellose Politik wird aus der Sicht der Öffentlichkeit die ganze Zeit über ausgeübt. Es ist unmöglich zu verstehen was in der Welt, abseits der Berichterstattung der mainstream Medien der westlichen Welt, wirklich passiert. In meinen Jahren als Jura Student und später als Wirtschaftsanwalt, nahm ich an, dass die Redefreiheit in Norwegen perfekt sei. Als ich jedoch später begann diese Redefreiheit zu nutzen, um kontroverse Dinge zu äußern, entdeckte ich eine andere Realität. Ich konnte mich nicht weit von der „annerkannten Lesart“entfernen, die westlichen Einrichtungen und deren Interessen diente, davor wurden meine Artikel zurückgewiesen. Um diese Welt zu verstehen, ist es unausweichlich, durch andere Medien, andere Standpunkte und Informationen von anderen Seiten und Quellen zu suchen, nun auch durch das Internet. Für dieses Buch habe ich die Schriftsteller ausgesucht die ich am geignetesten hielt, dass sie durch kürzliche praktische Erfahrung, am besten zeigen können, wie jeder mit anpacken muss um den Weg in einer friedliche Welt zu schaffen. Hätte ich eine historische Annäherung gewählt, würde ich nicht so weit nach Beispielen für eine friedliche Konfliktlösung suchen müssen. Zu Beginn dieses Jahrhunderts war mein eigenes Land, Norwegen, einem Krieg mit dem benachbarten Schweden nahe. Norwegen wollte aus dem Bündnis dieser 2 Länder aussteigen. Der schwedische König und die herrschenden Mächte auf beiden Seiten waren entschlossen in einen Krieg zu ziehen. Aber die Menschen – Bauern, Frauen, Friedensgemeinschaften – knüpften enge Kontakte über die Grenzen hinweg und schafften es einen Krieg zu verhindern, welcher unsere Beziehung bis heute hätte belästigen können
16) Similarly, disputes between Finland and Sweden over the Aaland Islands were solved through negotiations in the 1920s and a dispute between Norway and Denmark over Greenland by recourse to the International Court in The Hague in the 1930s. These events created a community of reciprocal security, making war between the Nordic countries unthinkable and no doubt contributing to making them prosperous and orderly societies. Many would find similar stories in their own past.16) Ähnlich wurden die Kontroversen zwischen Finnland und Schweden in den 1920ern über die Aaland Inseln durch Verhandlungen und die Kontroversen zwischen Norwegen und Dänemark über Grönland durch Rückgriff auf das internationale Gerichtshof in Den Haag in den 1930ern, beigelegt. Diese Ereignisse erschufen eine Gemeinschaft gegenseitiger Sicherheit, welches einen Krieg zwischen den skandinavischen Ländern unvorstellbar machte und zweifellos dazu beitrug diese zu wohlhabenden und ordentlichen Gesellschaften zu machen. Viele würden in ihrer eigenen Vergangenheit ähnliche Geschichten finden.
17) In the rich history of peace efforts, one event stands out. Hundred years ago, in 1899, the First Hague Peace Conference was called by the Russian Czar to discuss disarmament, international conflict resolution and humanizing laws on warfare. The idea was met with skepticism and disbelief. Britain’s Sir John Fischer said: “The humanizing of war! You might just as well talk of humanizing Hell!” Many suspected that the Czar’s real motive was that he did not have enough money to build a strong military. The German Kaiser, Wilhelm, felt betrayed and wrote a reproaching letter to the Czar: “Imagine a Monarch holding personal command of his Army, dissolving his regiments sacred with a hundred years of history ... and handing over its towns to Anarchists and Democrats!” 17) In der reichen Geschichte der Friedensbestrebungen fällt eine Sache auf. Vor hundert Jahren, 1899, wurde die erste Den Haager Friedenskonferenz vom Russischen Zar eingefordert, um Entwaffnung, internationale Konfliktlösung und humane Gesetze in Bezug auf Kriegsführung zu besprechen. Die Idee stieß auf Skepsis und Zweifel. Der Brite Sir John Fischer sagte: „Die Humanisierung des Krieges! Ihr könnt genauso gut von der menschenfreundlichn Hölle sprechen!“ Viele verdächtigten, dass das wahre Motiv des Zaren war, dass er nicht genug Geld hatte, um ein starkes Militär aufzubauen. Der Deutsche Kaiser, Wilhelm, fühlte sich betrogen und schrieb einen vorwurfsvollen Brief an den Zaren: „Stellen Sie sich einen Monarchen vor, der persönlichen Befehl über seine Armee hat, der seine Kompanie verschreckt mit hundert Jahren Geschichte auflöst … und der seine eigenen Städte an Anarchisten und Demokraten aushändigt.“
18) In those days, nations had Ministries of War and war was shrouded in honour and glory. Today, the ministries are for “defense” and war has a low standing. However, despite the rejection in international law and public opinion, almost all countries keep poised for war with more and more vicious weapons. Important treaties on arms reductions are made, but politicians keep discussing “security architectures”, arms procurement and export, military alliances etc. with much greater enthusiasm than comprehensive disarmament.18) In diesen Tagen hatten die Nationen noch Kriegsministerien und Krieg war eingehüllt in Ruhm und Ehre. Heutzutage sind die Ministerien für „Verteidigung“ und Krieg hat ein niedriges Ansehen. Jedoch halten sich fast alle Länder, trotz der Ablehnung durch internationales Recht und in der öffentlichen Meinung, mit immer mehr bösartigen Waffen bereit für den Krieg. Wichtige Verträge über Waffenreduzierung werden geschlossen, aber Politiker halten daran fest, „Sicherheitsgebilde“, Waffenbeschaffung und Export, Militäbündnisse etc. mit viel größerem Enthusiasmus zu diskutieren als eine umfassende Abrüstung.
19) Disarmament is still very much an uphill fight. A great majority of states insist on nuclear disarmament, and so do between 80 and 91 % of citizens polled in a number of states, including the nuclear weapon states themselves. Nuclear abolition is a legal obligation, says the unanimous 1996 ruling of the UN Court at The Hague. Nevertheless, small groups of people within a handful of states have the political power to keep the whole world as a nuclear extinction camp. In recent years a new weapon has surfaced, armour-breaking grenades based on the very heavy — and radioactive — metal called depleted uranium. Around 100 000 such grenades were fired against Iraq during the Gulf war in 1991, leaving the land and people contaminated with radioactivity, and “Gulf syndrome” in the Allied Forces. While military leaders find this entirely in order, I think very few citizens would agree. Another problem is the security services that operate as “a state within the state”, violating laws at home and abroad, often controlling parliaments, presidents and prime ministers instead of being controlled by them. Defense matters are dealt with in secret meetings of groups within the parliaments. If I have learnt one thing, it is that a field shielded from the public eye, from open debate and democratic control soon becomes shady. 19)Abrüstung ist immer noch ein harter Kampf. Eine große Mehrheit der Staaten besteht auf Atomwaffenabrüstung, und so sehen es auch zwischen 80 und 91% der befragten Bürger in einer Anzahl an Staaten, darunter auch die Staaten mit Atomwaffen. Die Abschaffung der Atomwaffen ist eine rechtsgültige Verpflichtung, sagt die Gerichtsentscheidung des UN Gerichtshofes in Den Haag 1996 einstimmig. Trotzdem haben kleine Gruppen von Menschen innerhalb einer handvoll von Staaten die politische Macht, die ganze Welt als ein nukleares Vernichtungslager zu halten. In den letzten Jahren tauchte eine neue Waffe auf, panzerbrechende Granaten, die auf dem sehr schweren und radioaktiven Metall basiert, welches angereichertes Uran genannt wird. Ungefähr 100.000 solcher Granaten wurden auf den Irak während des Golfkrieges im Jahre 1991 abgefeuert, was Land und Leute radioaktiv verstrahlt zurück ließen und den Alliierten das Golfsyndrom bescherte. Während die Oberbefehlshabenden des Militärs diesen Vorgang vollkommen in Ordnung fanden, denke ich, dass diesem nur sehr wenige Bürger zustimmen würden. Ein anderes Problem sind die Geheimdienste welche als "Staat im Staat" operieren, Gesetze im Heimatland und Ausland brechen und oft das Parlament, Präsidenten und Kanzler kontrollieren anstatt von ihnen kontrollieret zu werden. Verteidigungsangelegenheiten werden in geheimen Treffen von Gruppen innerhalb des Parlaments behandelt. Wenn ich eine Sache gelernt habe, dann ist es dass sobald etwas von der Allgemeinheit, von offenen Diskussionen und demokratischer Kontrolle ausgeschlossen wird, unangenehm wird.
20) I first read the words of the Kaiser as the amusing and peculiar language of a distant past. The above examples, however, of defective public influence in military matters, lead to a creeping uneasiness: The Kaiser is dead, long ago, but did democracy ever gain control of the military sector? 20) Zuerst empfand ich die Worte des Kaisers amüsant, wie eine merkwürdige Sprache aus längst vergessenen Tagen. Jedoch die oben genannten Beispiele des mangelnden öffentlichen Einfluss auf militärische Angelegenheiten führen zu einem wachsendem Unwohlsein: Der Kaiser ist schon lange tot. Aber hat die Demokratie jemals die Kontrolle über den Militärsektor erlangt?
21) At the turn of the century, and millennium, civil society and its organizations (CSOs - hitherto called NGOs) are making a major effort to claim such control. They are no longer willing to be under military command, and not content with “humanizing” war, it is “Time to Abolish War”. For this purpose they rally behind the Hague Appeal for Peace, a process initiated in 1997 and later joined by hundreds of leading international and national civil society organizations. Normally governments reluctantly tolerate civil society presence in their meetings, if they have to. This time it was civil society that took the initiative and invited governments to the Hague Appeal’s great Peace Conference in May 1999, where almost 10 000 participated!21) Zum Jahrhundertwechsel und Milleniumwechsel ist es die Zivilgesellschaft und ihre Organisationen (CSOs- vorher NGOs genannt) die deutliche Bemühungen machen die Kontrolle zu gewinnen. Sie sind nicht länger bereit unter militärischem Kommando zu stehen und sie sind nicht mit einer Humanisierung des Kriegs zufrieden, sagen sie. Es ist Zeit Krieg abzuschaffen. Aus diesem Grund folgen sie dem Friedensaufruf von Den Haag. Eine Bewegung die 1997 initiiert wurde und der sich später hunderte führende internationale und nationale Bürgerorganisationen anschlossen. Normalerweise tolerieren Regierungen die Anwesenheit von Zivilgesellschaften nur zögerlich, wenn sie müssen. Dieses Mal war es die Zivilgesellschaft ,welche die Initiative ergriff und die Regierungen zur großen Friedenskonferenz in Den Haag einlud. Es kamen nahezu 10.000 Teilnehmer.
22) One of the purposes of the conference was to develop a “Peace and Justice Agenda for the 21st Century”. Another to start off a number of specific campaign initiatives in various fields, peace education, ban child soldiers, for demilitarization of the global economy. Still another to refine and train the new forms of interaction between citizens and politicians, e.g. the so-called “New Diplomacy”, that opens for a more democratic diplomacy. Today “barefoot” diplomats are making the voices of people heard, not only in the corridors and lounges where seasoned diplomats discuss the running of our world, but also from the rostrum and at bargaining tables. 22)Eines der Ziele der Konferenz war es, eine „Friedens und Gerechtigkeits Agenda für das 21. Jahrhundert“ zu entwerfen. Ein anderes Ziel war es eine Anzahl von speziellen Kampagnen-Initiativen in verschiedenen Bereichen zu beginnen, wie z.B. Friedensbildung, Verbot von Kindersoldaten, für die Entmilitarisierung der globalen Wirtschaft. Ein weiteres Ziel war es, die neuen Formen der Verständigung wie, z.B. die so genannte „Neue Diplomatie“, welche für mehr Demokratische Diplomatie sorgt, zwischen Einwohnern und Politikern zu überdenken und zu stärken. Heute lassen „barfüßige“ Diplomaten die Stimmen der Menschen nicht nur in Korridoren und Aufenthaltsräumen erhören, wo erfahrene Diplomaten über die Weltführung diskutieren, sondern auch auf Tribünen und an Wühltischen.
23) Civil society is also learning to take advantage of the new communications technology that may change the power systems and balances. The Battle of Seattle brought much needed attention to the World Trade Organization and is a great example of what citizens can do to set agendas and making completely “impossible” things happen. This book shows how, in the last few years, we got both the ban against land mines (see Jody Williams’ article) and the International Criminal Court (see Bill Pace). At the outset all experts said that such treaties would take a hundred years to conclude. Both became a reality only five years after civil society had called for them.23) Die Zivilgeselschaft lernt auch gerade sich einen Nutzen von der neuen Kommunikationstechnologie zu machen, die eventuell die Machtsysteme und Balancen ändert. Der Kampf von Seattle brachte der „World Trade Organization“ viel notwendige Aufmerksamkeit und ist ein großartiges Beispiel dafür, was Bürger tun können, um Agenden zu setzen und vollkommen „unmögliche“ Dinge möglich zu machen. Dieses Buch zeigt wie wir, in den letzten paar Jahren, beides, das Verbot gegen Landmienen (siehe Jody Williams Artikel) und den „International Criminal Court (siehe Bill Pace), erreicht haben. Am Anfang sagten alle Experten, dass solche Verträge Hunderte von Jahren brauchen würden um beschlossen zu werden. Beide wurden, nur 5 Jahre nachdem die Zivilgesellschaft nach ihnen gerufen hat, zur Realität.
24) We inhabit the only green planet in the universe, with an endlessly fascinating beauty and variety of nature and forms of life. No generation is entitled to risk to waste, or even jeopardize, the long human history of societies, cultures and achievements in music and dance, painting, philosophy, cooking, caring, science, construction and crafts. That the misguided technological developments combined with certain ideological differences in a certain period of history should end the wonders of life on this globe has a preposterous lack of perspective and proportion to it. 24) Wir bewohnen den einzigen grünen Planeten, mit einer endlosen, faszinierenden Schönheit und Vielfalt an Natur und Lebensformen im Universum. Keine Generation ist dazu berechtigt Verschwendung zu riskieren, oder sogar die lange menschliche Geschichte der Gesellschaften, Kulturen und Errungenschaften in der Musik und im Tanzen,der Malerei, der Philosophie, dem Kochen, der Versorgung, der Wissenschaft, des Baus und der Kunstwerke zu gefährden. Dass die fehlgeleiteten technologischen Entwicklungen, kombiniert mit bestimmten ideologischen Unterschieden in einer bestimmten Geschichtsperiode, die Wunder des Lebens auf diesem Globus beenden sollen, hat einen grotesken Mangel an Perspektive und Dimension.
25) The military-industrial complex is getting just the influence that former US General and President, Dwight D. Eisenhower warned against, and it is increasing with every war and every new investment in arms development. The latest is that these forces are now reaching for total, global control from space. It is a tough job to stop these forces – but there is no alternative. A common character in Norwegian fairytales is “The Troll”, an ugly giant in the woods that feared dawn, because exposed to a ray of sunlight it would rip apart. 25) Der militärisch-industrielle Komplex erreicht genau den Einfluss vor dem der Ex-Präsident und US General Dwight D. Eisenhower gewarnt hat und er vergrößert sich mit jedem Krieg und jeder neuen Investition in Waffenentwicklung. Das Neuste ist, dass diese Kräfte jetzt nach totaler, globaler Kontrolle aus dem All streben. Es ist harte Arbeit diese Kräfte zu stoppen, aber es gibt keine Alternative. Ein bekannter Charakter in norwegischen Märchen ist „Der Troll“, ein hässlicher Riese in den Wäldern, der den Sonnenaufgang fürchtete, weil es ihn auseinander reißen würde, sobald er einem Sonnenstrahl ausgesetzt werden würde.
26) My personal dream is for the day when the military-industrial complex will stand there exposed in its monstrous stupidity, the day when people will dare to say openly that the emperor has no clothes and pose the difficult questions of how to escape from the iron grip of military political power. When, like a huge chorus, they will rise to cry out loud: Generals, - and military industrialists, you are discovered, you are not going to fool us any longer. We have seen how dearly we pay and what we get in return, namely the gravest threat to life and human survival. It is in the common interest of all citizens in the global village that you and your men begin instead to build houses, schools, hospitals, teach, care for the young and the elderly, rescue our environment. We demand “human security” instead of military security!26) Mein persönlicher Traum ist der Tag, an dem der militärisch-industrielle Komplex in seiner monströsen Dummheit entblößt dasteht, der Tag an dem die Leute wagen, öffentlich zu sagen, dass der Kaiser keine Kleider hat und an dem sie die schwierigen Fragen stellen, wie man dem eisernen Griff der militärisch-politischen Macht entkommen könne. Wenn sie sich wie ein riesiger Chor erheben und herausschreien: Generäle, - und militärische Industrielle, ihr seid entlarvt, ihr werdet uns nicht weiter an der Nase herumführen. Wir haben gesehen wie teuer wir zahlen und was wir dafür bekommen, nämlich die ernsthafteste Bedrohung für das Leben und das menschliche Überleben. Es ist im gemeinsamen Interesse aller Menschen der Welt, dass ihr und eure Männer stattdessen anfangt Häuser, Schulen und Krankenhäuser zu bauen, zu lehren, sich um die Jungen und Alten zu kümmern und unsere Umwelt zu retten. Wir verlangen „menschliche Sicherheit“ anstatt militärischer Sicherheit!
27) I hope that readers of this book, like me, will be encouraged by a slogan I once heard at a peace conference: When we dream alone, it is only a dream, but when we dream together, it is the beginning of a new reality.27) Ich hoffe, dass die Leser dieses Buches so wie ich von einem Spruch ermutigt werden den ich einst auf einer Friedenskonferenz gehört habe: Wenn wir alleine träumen, ist es nur ein Traum, aber wenn wir gemeinsam träumen, ist es der Anfang einer neuen Realität.
Oslo, September 20, 2000 Oslo, 20. September 2000

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