Autor: David Tinker

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David Tinker, Großbritannien, diente auf der HMS Glamorgan, als am 2. April 1982 argentinische bewaffnete Streitkräfte die Falklandinseln (die Malvinas in ihrer Sprache) übernahmen, welche Besitztum von Großbritannien sind und direkt vor der Argentinischen Südatlantikküste liegen. Großbritannien entschied am selben Tag, eine große Flotte zu schicken, um die Insel zurückzuerobern. David schickte ständig Briefe nach Hause.

Englisch:

It was not a Film

Deutsch:

Es war kein Film

Gymnasium, Englisches Institut, Englischkurs 12,:
David Bähr, Philipp Baumgärtner, Friederike Bock, Cynthia Cole, Niklas v. Doorne, Bettina Eichler, Johann Engler, Sarah Freidinger, Roman Hable, Fabio Hass, Milan Kappen, Jonas Keck, Matthias Klumb, Lara Neureither, Rok Pintar
Fachliche Unterstützung: Frau Bettina Keene-Rauterberg, Lehrerin am Englisches Institut

To H and E (parents)
His Majesty Ship Glamorgan, 2 April 1982

Thank you for your long letter.
This is just a quick one to say that today we have heard the news that we are off to the Falkland Islands to bash the Argentinians. This is great fun, and very much like Maggie Thatcher [The British Prime Minister] to stick up for our few remaining colonies with a show of force! A great Fleet is assembling... sixteen ships down there.



An H. und E. (Eltern)
His Majesty Ship Glamorgan, 2. April 1982

Vielen Dank für euren langen Brief.
Dies ist nur ein kurzer Brief um zu sagen, dass wir die Nachricht erhalten haben, dass wir uns zu den Falkland-Inseln aufmachen, um die Argentinier fertig zu machen. Das ist ein großer Spaß und es passt zu Maggie Thatcher [die Britische Premierministerin], unsere wenigen Kolonien mit einer Demonstration zu verteidigen. Eine große Flotte versammelt sich... sechzehn Schiffe dort unten.

1) At the moment we have just cancelled the exercise. We are transerring stores, and are just about to set off south from the Gibraltar exercise area. We are due to call in at Ascension Island and pass by St Helena: very much a 1914 affair, with the Royal Navy going off to defend her colonies (or should I be thinking of Suez?). The Americans, this time, seem to be on our side, but we have only heard "buzzes", not having had newspapers for some time. It is anyway all very exciting.1) Gerade im Moment haben wir das Manöver abgesagt. Wir verlegen gerade unsere Vorräte und brechen vom Manövergebiet Gibraltar nach Süden auf. Wir sind beauftragt bei der Ascension Insel vorbeizuschauen und an St. Helena vorbeizufahren: sehr ähnlich der Angelegenheit von 1914, mit der Königlichen Marine, die auslief um die Kolonien zu verteidigen (oder sollte ich an den Sueskanal denken?). Die Amerikaner scheinen, dieses Mal, auf unserer Seite zu sein, aber wir haben nur Gerüchte gehört, da wir, seit einiger Zeit, keine Zeitungen haben. Es ist alles irgendwie sehr aufregend.
2) Unfortunately, it means I shall miss moving into our cosy married quarters for another couple of months, and Easter leave goes by the board. But this is much more fun. Surprisingly, the Argentinians have quite a good navy: a carrier with strike aircraft (like the old Ark Royal) and three Type 42 destroyers. If Superb sinks the carrier we will take care of the rest.2) Unglücklicherweise heißt das, dass ich unsere gemütlichen Heiratsgemächer für ein paar Monate länger vermissen werde, und auch den Osterurlaub kann ich vergessen. Aber das hier macht viel mehr Spaß. Überraschenderweise haben die Argentinier eine recht gute Seeflotte: Ein Flugzeugträger samt Luftwaffe (wie die alten Ark Royal) und drei Zerstörer des Typs 42. Wenn der Superb den Träger versenkt, nehmen wir uns den Rest vor.
3) Of course, the whole thing may blow over in a week, but the thrill of some real confrontation away from the nuclear bombs of the northern world in a "colonial war" is quite exciting compared to the usual dull routine of exercises and paperwork (although these will still continue: We shall probably "work up" as we go south).3) Natürlich kann die ganze Sache in einer Woche vorüber sein, aber der Nervenkitzel eines echten Zusammentreffen weit weg von den Atombomben der nördlichen Welt in einem „Kolonialkrieg“ ist recht aufregend, verglichen mit der normalen, langweiligen Routine von Übungen und Papierkram (obwohl das immernoch weitergeht: Wir sollen es vermutlich aufarbeiten wenn wir nach Süden gehen).
4) The Captain is of course delighted: he may be able to finish his career in a blaze of glory... All for now, as this must be posted before the ships separate and we head south for the penguins.4) Der Kapitän ist natürlich begeistert: Er wird seine Karriere in glorreichem Ruhm beenden können ... Das ist erst einmal alles, weil der Brief noch abgeschickt werden muss, bevor sich die Schiffe trennen und wir in Richtung Süden zu den Pinguinen fahren.
5) To Christine (wife) HMS Glamorgan, 2 April 1982 5) An Christine (seine Frau) - His Majesty Ship Glamorgan, 2.April 1982
Although my last letter to you should have been the last, this one - and probably one or two more - may be all that you hear of me for a while. We are off to the Falkland Islands as you have probably heard on the news to do a bit of Wog-Bashing! There's a terrific force of ships assembling... sixteen British warships steaming south across the Atlantic at a great rate of knots - terrific!Obwohl mein letzter Brief an dich eigentlich bereits der letzte sein sollte, werden dieser- und wahrscheinlich noch ein, zwei weitere- vielleicht das Letzte sein, was du für eine Weile von mir hören wirst. Wir starten in Richtung der Falkland-Inseln, wie du wahrscheinlich bereits in den Nachrichten gehört hast, um ein bisschen „Wog-Plattmachen“ zu machen. Eine wahnsinnige Anzahl an Streitkräften versammelt sich…. sechzehn britische Kriegsschiffe, die mit einer ungeheuren Knotenstärke nach Süden dampfen, über den Atlantischen Ozean - super!
6) It reminds me that in the Great War when Commodore Craddock was sunk with his force of three ships at Coronel by the Germans (who had a similar sized but better armed force), Britain sent absolutely everything down to the Falklands and gave the Germans a real pounding. I think the Admiralty has learnt its lesson... On the way down to the Falklands we are stoppin at Ascension Island, another British colony, and passing St Helena (yet another). This really is like the days of 1914 and great fun.6) Es erinnert mich an die Zeit, als Großbritannien im 1. Weltkrieg, als Kommodore Craddock mit der Stärke von drei Schiffen bei Coronel von den Deutschen versenkt wurde (sie hatten ähnlich große, aber besser bewaffnete Streitkräfte), absolut alles zu den Falkland-Inseln herunterschickte, und den Deutschen einen ganz schönen Schlag verpassten. Ich glaube, die Admiralität hat daraus gelernt…. Auf dem Weg, runter zu den Falkland-Inseln, stoppen wir bei der Ascension Insel, einer weiteren Britischen Kolonie, und fahren an St. Helena (noch einer weiteren Kolonie) vorbei.
7) Unfortunately, of course, this means that Easter leave and everything goes for a burton... I probably won't be back until July.7) Es ist wirklich wie zu der Zeit von 1914 und macht viel Spaß. Leider bedeutet das natürlich, dass der Osterurlaub und alles umsonst sind….ich werde voraussichtlich nicht vor Juli zurück sein.
8) To Christine HMS Glasmorgan, 7 April 19828) An Christine - His Majesty Ship Glamorgan, 7. April 1982
... Rest assured that even if the worst happens I am in one of the best places in the ship. I shall be in the hangar or in the Flight Deck all the time. The hangar is the best protected place, with thick double doors, and the life rafts are right next to us. ... The life rafts are also very good with stocks of water, radios, etc. I am only telling you this so that you know we are in the best position possible to survive, on the Flight Deck. I am sure it won't come to it anyway. The Argentinians must be frightened to see such a large fleet coming towards them.Verlass dich darauf, dass ich, selbst wenn das Schlimmste passiert, an einem der besten Plätze des Schiffes bin. Ich werde die ganze Zeit im Hangar oder auf dem Flugdeck verbringen. Der Hangar ist der sicherste Platz, mit dicken Doppeltüren, und die Rettungsboote befinden sich unmittelbar neben uns. ... Die Rettungsboote sind auch sehr gut mit Trinkwasser und Funkradios usw. ausgestattet. Ich erzähle dir Das nur, damit du weißt, dass wir auf dem Flugdeck die besten Überlebenschancen haben. Ich bin mir sicher, dass es dazu sowieso nicht kommen wird. Die Argentinier müssten einen Schrecken bekommen, so eine große Flotte auf sich zukommen zu sehen.
9) If it does come to a war there won't be much of a naval battle, our submarines can take out their aircraft carrier and Type 42s (built in barrow!) and we can take care of the rest. All our weapons are designed for their generation of forces. I doubt if the Argentinians will want to risk sending their ships out. If they are sunk, they will have nothing to stop us bombarding Buenos Aires. [NN] even said, "Drop a big white job (Polaris) on them." Thank goodness he's not in command.9) Wenn es trotzdem zu einem Krieg kommen sollte, wird es wohl kaum eine Seeschlacht geben, unsere Unterseeboote können ihre Flugzeugträger und den Typ 42 (in Barrow gebaut!) ausschalten und wir können uns um den Rest kümmern. Unsere gesamten Waffen sind auf ihre Generation von Streitkräften ausgerichtet. Ich bezweifle, dass die Argentinier es wagen wollen werden, ihre Flotte auszusenden. Wenn sie versenkt werden, haben sie nichts, womit sie uns daran hindern können, Buenos Aires zu bombardieren. [Anonym] sagte sogar, „werft eine Atombombe (Polaris) auf sie“. Gott sei Dank hat er nicht das Kommando.
10) The main threat is from air attack, and all our ships are air defence ships: with of course, the Sea Harriers, which are very good. We have Seaslug and Seadart long-range anti-aircraft missiles, and Seacats and guns for close range. And we have got plenty of them! ...10) Die Hauptbedrohung geht von einem Luftangriff aus, und unsere gesamte Flotte ist auf Luftabwehr eingerichtet: Natürlich mit den Zerstörern, die sehr gut sind. Wir haben „Seaslug“ und „Seadart“ Langstrecken-Flugabwehrraketen und „Seacats“ und Geschütze für den Nahkampf. Und wir haben jede Menge davon! ...
11) The most amusing thing is that it will be difficult to find the Falkland islanders [amidst all the combatants]. With only 1,800 of them, there are, I suppose, 15,000 RN personnel, 4,000 army - 4,000 Argentinian army, and say 3,000 Argentinian navy: outnumbering the islanders by about twelve to one!11) Das amüsanteste daran ist, dass es schwer sein wird die Falkland Inselbewohner zu finden(inmitten all der Soldaten). Neben den nur 1800 Falkländern, gibt es glaube ich, 15000 Royal Navy Soldaten, 4000 Truppenstärke – 4000 in der argentinischen Armee und sagen wir mal 3000 in der argentinischen Marine: das sind 12-mal soviel wie die Inselbewohner.
12) To Christine HMS Glamorgan, 10 April 198212) An Christine - His Majesty Ship Glamorgan, 10. April 1982
... You must be sick of hearing and reading about the Falklands by now. BBC World Service news bulletins are still three quarters composed of it, so the domestic services must be full of it ... We maintain a glue-like interest in the news and are all clustered round the radio when it is broadcast. Conversation is always about the latest "buzz", the state of the negotiations, the plans for the ship, and the latest intelligence about the Argentinians. As we get nearer we have lost the euphoria - accompanied by depression - and are getting more determined that we must do our job well to defeat the Argentinians and survive. Reality is dawning rapidly.... Du bist es inzwischen sicher Leid von den Falkländern zu hören und zu lesen. Die BBC World Service Tagesnachrichten bestehen immer noch zu Dreiviertel daraus, dann müssen ja die inländischen Nachrichten voll davon sein ... Wir behalten ein starkes Interesse an den Nachrichten bei und wir alle drängen uns an das Radio, wenn gesendet wird. Die Gespräche handeln immer vom letzten Gerücht, dem Stand der Verhandlungen, den Plänen für das Schiff und den aktuellsten nachrichten-dienstlichen Informationen über die Argentinier. Je näher wir kommen desto mehr verlieren wir unsere Euphorie - begleitet von Depressionen – und werden immer entschlossener, dass wir unsere Aufgabe gut machen, die Argentinier zu schlagen und zu überleben. Die Realität dämmert rasch.
13) At times the situation seems to absolutely silly: here we are, in 1982, fighting a colonial war on the other side of the world: 28,000 men going to fight over a fairly dreadful piece of land inhabited by 1,800 people. After it is all over and millions of pounds have been expended they will be left in peace (having had their homes destroyed by shelling) and the 28,000 men will then go away again. Moreove one side [Britain] has supplied the other with its weapons so that the war can be started in the first place - and both sides end up impoverished.13) Manchmal erscheint die Situation so absurd: hier sind wir, im Jahre 1982, und kämpfen einen Kolonialkrieg am anderen Ende der Welt. 28000 Mann werden um ein ziemlich schreckliches Stückchen Land kämpfen, auf dem nur 1800 Menschen leben. Wenn alles fertig ist und Millionen von Pfund ausgegeben wurde, werden sie in Frieden gelassen (nachdem ihre Häuser zerbombt wurden) und die 28000 Mann werden dann wieder weggehen. Obendrein hat die eine Seite [Großbritannien] der anderen ihre Waffen bereitgestellt, damit der Krieg überhaupt anfangen kann - und beide Seiten verarmt aufhören.
14) The ideal is most praiseworthy: the wishes of a tiny people being supported by the might of a large industrialized state. Everything else is quite ludicrous. It has given us some time in the sun, and a break from the horrid, rough weather up by the Shetlands - just in time for the horrid weather of the Falklands! It is interesting, anyway, preparing to go to war: even if, hopefully, everyone sees sense before long.14) Das Ideal ist höchst lobenswert: Der Wunsch eines kleinen Volkes, von der Macht eines großen Industriestaates unterstützt zu werden. Alles andere ist nicht so ganz durchschaubar. Es bescherte uns ein bisschen Zeit in der Sonne, eine Pause von dem schrecklichen, rauen Wetter bei den Shetland-Inseln - gerade rechtzeitig für das schreckliche Wetter auf den Falkland-Inseln. Es ist trotzdem interessant, sich darauf vorzubereiten, in den Krieg zu ziehen: auch wenn hoffentlich jeder bis dahin einen Sinn sieht.
15) It is certainly something I have often thought about before now: and to a certain extent a boy's upbringing is centered on warlike activities and war stories. If we can have a few shots over the bow that will be quite enough, and honour will be satisfied. I personally do not want to kill any Argentinians, or anybody else. However, I have always felt that it is something one is bound to do at some stage. With a grandfather in France, 1915-18, his brother going on to the Archangel campaign in Russia and winning an MC, great-grandfather McKenzie in the Sudan, Elisabeth's brother Peter in the RAF [killed in the Western Desert], Hugh in Burma: Tinkers and relations have covered quite a few wars in the last hundred years! I shall be happy if we call it a day after this one.15) Das ist sicherlich etwas, über das ich oft vor dem Krieg nachgedacht habe: und in gewissem Maße ist die Erziehung eines Jungen auf Kriegsaktivitäten und Kriegsgeschichten umgerichtet. Wenn wir nur ein paar Schüsse abgeben können, wird das schon genug sein, und die Ehre ist befriedigt. Ich persönlich möchte keinen Argentinier töten, oder irgendjemand anderen. Wie auch immer, ich habe immer das Gefühl gehabt, dass es etwas ist, das man zu einem bestimmten Zeitpunkt tun muss. Mit einem Großvater in Frankreich, 1915–18, sein Bruder, der bei der Archangel Kampagne in Russland dabei war und eine Auszeichnung gewann, Urgroßvater McKenzie im Sudan, Elisabeths Bruder Peter in der Royal Air Force (der in der westlichen Wüste getötet wurde), Hugh in Burma: Die Tinkers und Verwandte haben schon in ziemlich vielen Kriegen in den letzten hundert Jahren gedient! Ich werde froh sein, wenn es vorbei ist.
16) It is a very unreal time. All the preparations for war are carried out, which one always thinks of as happening in war films only: but are actually happening now. It is almost like a gigantic spoof. Time is also unreal. The days pass at their usual speed, but it seems ages since we left Gibraltar - yet only two weeks ago.16) Es ist eine sehr unwirkliche Zeit. Alle Verkehrungen für den Krieg sind getroffen worden, von denen man immer dachte sie würden nur in den Kriegsfilmen passieren. Aber es passiert wirklich. Es ist fast wie ein riesiges Theaterstück. Selbst die Zeit ist unwirklich. Die Tage vergehen mit ihrer normalen Geschwindigkeit, aber doch scheint es Ewigkeiten her, dass wir Gibraltar verlassen haben - in Wirklichkeit ist es erst zwei Wochen her.
17) To Christine HMS Glamorgan, 12 April 198217) An Christine - His Majesty Ship Glamorgan, 12. April 1982
... As we are now at Ascension Island (shhh) the stores are coming at a steady rate by helicopter. ... We have had our first newspapers and I didn't realize how much information was being let out. I notice that the Navy is upgrading everything. Invincible is called a Carrier, not a "through-deck-cruiser" ...... Da wir jetzt nahe der Ascension-Inseln sind (psst), kommt die Versorgung regelmäßig per Helikopter ... Wir erhielten zum ersten Mal die Zeitung und mir war nicht bewusst, wie viel Information durchgelassen wurden. Es ist mir aufgefallen, dass die Marine alles schönredet. Die Invincible wird Flugzeugträger genannt und nicht "through-deck-cruiser"...
18) Things look much more hopeful for a successful conclusion by negotiations. The Argentinians have withdrawn their navy, sensibly: and the Falklanders must surely see that they won't get exactly what they want over this war. Either they have a huge battle and remain British for a few more years before the Argentinians try again when we haven't got a Navy left, or the accept a compromise. Once people in Britain see that inflations is going up because the pound is falling, and that they have to pay for a war or navel patrol in taxes, then they may get fed up with the Falklands anyway. Wars are always economic disaster for a country (apart from our 19th-century colonial wars) so let us finish it while we are still at the flag-waving stage and enjoying it all. Honour would be satisfied if one of our submarines could just sink a small Argentinian ship (preferably without loss of life).18) Es scheint viel mehr Hoffnung zu bestehen, dass man zu einer erfolgreichen Einigung durch Verhandlungen kommen wird. Vernünftigerweise haben sie ihre Flotte zurückgezogen und sicherlich müssen die Falkländer erkennen, dass sie nicht genau das bekommen werden, was sie erwartet haben. Entweder gibt es eine große Schlacht und sie bleiben Britisch für noch ein paar Jahre, bevor die Argentinier es wieder versuchen, wenn wir keine Marine mehr haben sollten, oder sie akzeptieren einen Kompromiss. Wenn die Menschen in England erst einmal sehen, dass die Inflation steigt, weil das Pfund fällt und das sie für eine Marine Patrouille Steuern zahlen müssen, dann haben sie vielleicht sowieso genug von den Falkland-Inseln. Kriege sind immer wirtschaftliche Katastrophen für ein Land (abgesehen von unserem Kolonialkrieg im 19. Jahrhundert), also lass es uns beenden, solange wir uns immer noch in dem fahnenschwingenden Zustand befinden und es genießen. Die Ehre wäre gerettet, wenn unsere Unterseeboote einfach ein kleines argentinisches Schiff versenken würden (vorzugsweise ohne Verluste von Menschenleben).
19) To Christine, HMS Glasmorgan, 16 April 198219) An Christine, - His Majesty Ship Glamorgan, 16. April 1982
... The news on the war front is more and more exciting. The Argentinian Fleet putting to sea, so we might get a chance to sink coastal vessels. Though I doubt that they'll venture outside Argentinian waters. Twenty RAF ground attack Harriers coming on the next container ship (as opposed to ours, which are interceptors). More troops coming ... And the French are going to provide air-launched Exocet missiles (the missile we are scared of from the Argentinians: ... in addition to "Sea-Skuas" for our Lynx helicopters. This wasn't due to enter service until 1985, and is even better than Exocet. Ho ho ho: spend lots of government money, depress the pound, put up inflation: what fun! Man is the most extraordinary animal.... Die Neuigkeiten von der Kriegsfront werden immer aufregender. Die argentinische Flotte sticht in See, also könnten wir eine Chance bekommen ihre Küstenschiffe zu versenken. Obwohl ich bezweifle, dass sie sich weiter außerhalb des argentinischen Gewässer wagen werden. Zwanzig Royal Air Force Bodenschützer-Senkrechtstarter kommen mit dem nächsten Frachtschiff (während wir hingegen Abfangjäger haben). Mehr Truppen kommen ... Und die Franzosen werden aus der Luft abschießbare „Exocet“ Raketen liefern (die Raketen der Argentinier vor denen wir Angst haben: ... zusätzlich zu „Sea-Skuas“ für unsere Lynx Helikopter. Diese sollten nicht vor 1985 eingesetzt werden und ist sogar besser als „Exocet“. Ho ho ho: gebt viel Geld von der Regierung aus, senkt das Pfund, erhöht die Inflationsrate: was für ein Spaß! Der Mensch ist das ungewöhnlichste Tier.
20) I cannot believe that the Argentinians will want to fight with all this lot coming against them. Already they look to be in danger of spending all their foreign currency reserves and losing all ability to obtain loans in the western world. Surely they must give in soon: hopefully, over the weekend, and then we can all go home.20) Ich kann nicht glauben, dass die Argentinier trotz aller, auf sie zukommenden Masse kämpfen wollen. Schon jetzt scheinen sie sich in der Gefahr zu befinden, ihre gesamten ausländischen Währungsreserven auszugeben und die Möglichkeit, Kredite in der Westlichen Welt aufs Spiel zu setzen. Sicherlich müssen sie bald aufgeben: hoffentlich über das Wochenende und dann können wir alle nach Hause gehen.
21) I suppose you must be pretty fed up of hearing about the Falklands, but it is quite exciting being at a particular spot where all the front pages of the newspapers are focussing on. Something that I will never experience again... I am sure you would feel just as excited about it if you were here. It is also special because it is something you can't just "get in on the act" in, and something that we are all caught up in: and can't get out of. Something where you see the forces of Government and State dictating to the individual to do something he doesn't want to do at all. It's quite fascinating.21) Ich nehme an, dass du die Nase voll hast, etwas über die Falkland-Inseln zu hören, aber es ist sehr aufregend an einem besonderen Fleck zu sein, auf den sich alle Titelseiten der Zeitungen konzentrieren. Das ist etwas, dass ich nie wieder erfahren werde... Ich bin sicher du wärst genauso aufgeregt, wenn du hier wärst. Es ist außerdem außergewöhnlich, weil es etwas ist, bei dem man nicht einfach so mitmachen kann und etwas, in dem wir alle gefangen sind und nicht mehr herauskommen. Etwas, bei dem man die Kräfte der Regierung und des Staates dem Individuum etwas diktieren sieht, was es überhaupt nicht will. Es ist sehr faszinierend.
22) We are now fully prepared for "War". My cabin is secured for action. It looks very tidy. And we all have our dog tags - Geneva Convention ID Cards, and first field dressings. Giving them out yesterday was a sobering thought for most people: reminding them that the "From the Cradle to the Grave" Service was now catering for situations where they could be blown to bits, interrogated, or laid out on a slab. Not the sort of things one wants to be reminded of! (And I wouldn't mention them in this letter if I thought that there was the remotest chance of any of them happening.) ... I am definately leaving the Navy in the next round of redundancies if I can. Doing warlike things is quite fun, but peacetime activities are dreadful.22) Wir sind jetzt vollständig auf „Krieg“ vorbereitet. Meine Kabine ist abgesichert für den Kampf. Sie sieht sehr ordentlich aus. Und wir haben alle unsere Hundemarken – Genfer Konvention Ausweise und Schnellverbände. Sie gestern zu verteilen, war allerdings eine Ernüchterung für die meisten: es hat sie daran erinnert, dass sich der „Von der Wiege zum Grab“-Dienst nun um die Fälle kümmere, in denen sie in Stücke zerfetzt, verhört oder auf eine Bahre gelegt werden könnten. Nicht gerade die Art von Dingen, an die man erinnert werden will! (Und ich würde sie nicht in diesem Brief erwähnen wenn ich dächte, dass es die geringste Chance gäbe, dass irgendwelche davon passieren werden.) ... Ich werde die Marine mit Sicherheit bei dem nächsten Besatzungsschichtwechsel verlassen, wenn ich kann. Kriegerische Dinge zu tun macht Spaß, aber Dinge, die wir zu Friedenszeiten machen müssen, sind furchtbar.
23) To Julian Salmon, HMS Glamorgan, 6 May 198223) An Julian Salmon, - His Majesty Ship Glamorgan, 6. Mai 1982
How very nice to hear from you. I really was quite amazed when I opened your letter, it is so long since we last saw each other ... I married a girl called Christine two years ago. ...Wie schön von dir zu hören! Ich war sehr überrascht als ich deinen Brief geöffnet habe, es ist so lange her seit wir uns das letzte Mal gesehen haben ... Vor zwei Jahren habe ich ein Mädchen namens Christine geheiratet. ...
24) Thank you so much for writing Julian, with your marvellous peaceful message. There is little of that here, as you can imagine, and it is very welcome. We live on an air of tension here, not sleeping but just dozing, ready with our gear, waiting for the next action station buzzer announcing another air raid. The picture that Nott [defense minister] and his cronies are giving is not ture. The Argentinian air force has the latest attack aircraft and missiles, which we just do not have. We long for nights, when the aircraft cannot attack us, and at the moment we are rejoicing in a fog which is sheltering us. I wish the politicans would see sense and stop the war. ...24) Vielen Dank Julian, dass du mir geschrieben hast, und für die wunderbar friedvolle Nachricht. Hier gibt es wenig davon, wie du dir vorstellen kannst, und Frieden ist hier sehr willkommen. Bei uns liegt eine Spannung in der Luft, wir schlafen nicht, wir dösen nur, wir stehen bereit in unseren Gurten und warten auf die nächste Gefechtsalarmsirene, die einen weiteren Luftangriff ankündigt. Das Bild das Nott [der Verteidigungsminister] und seine Kumpanen uns vermitteln stimmt nicht. Die argentinische Luftwaffe hat die neuesten Kampfflugzeuge und Raketen, was wir nicht haben. Wir sehnen uns nach den Nächten, in denen uns keine Flugzeuge angreifen können und im Moment freuen wir uns über den Nebel, der uns Schutz bietet. Ich hoffe, dass die Politiker ein Einsehen haben und den Krieg beenden. ...
25) To H and E HMS Glasmorgan, 6 May 198225) An H. und E., - His Majesty Ship Glamorgan 6. Mai 1982
... It must be a worrying time for you at home with all this dreadful business going on. But we are all fine, and in good heart, and have not been touched. We cannot really believe it is happening and we all hope for peace: as I am sure do the Argentinian soldiers.... Es muss eine schwierige Zeit für euch zu Hause sein, so schrecklich wie die Dinge laufen. Aber uns geht es allen gut, und wir sind erfreulicher Weise noch nicht getroffen worden. Wir können kaum glauben, dass es passiert und wir hoffen alle auf Frieden und ich bin sicher, die argentinischen Soldaten tun das Gleiche.
26) I only hope that pressure is brought to bear on the British Government by the UN, USA and EEC to stop the war. It is British action that is causing the actual fighting: the Argentinians marely return like with like ... I hope that the Government falls quickly on a vote of no-confidence or that they see sense and agree to a cease-fire. The other measures being taken - world pressure and economic sanctions - are quite enough for solving the dispute over a rock with a village population. It is just a question of which flag flies.26) Ich hoffe nur, dass auf die britische Regierung Druck von der UN, den USA und der EEC ausgeübt wird, um den Krieg zu stoppen. Es sind eigentlich die Briten, die den Krieg führen: die Argentinier vergelten nur das Gleiche mit Gleichem ... Ich hoffe, dass die Regierung schnell einem Misstrauensvotum zum Opfer fällt oder dass sie einen Sinn in einem Waffenstillstand sehen. Die anderen Maßnahmen, die unternommen werden – weltweiter Druck und wirtschaftliche Sanktionen – sind durchaus genug, um diesen Disput über einen Fels mit einer Dorfgemeinde zu lösen. Es geht nur darum, wessen Flagge weht.
27) To H HMS Glamorgan, 22 May 198227) An H - His Majesty Ship Glamorgan, 22. Mai 1982
Your long marvellous letter of 6 May arrived today via HMS Leeds Castle ... It was like a breath of sanity coming into this totally mad world here. I am glad that you think that way about Mrs. Thatcher and the war - as I have come to think since this business started. ...Dein langer, hervorragender Brief vom 6. Mai erreichte mich heute über die HMS „Leeds Castle“ ... Es war wie ein Hauch Vernunft, der in diese völlig durchgedrehte Welt hier kam. Ich bin froh, dass du über Mrs. Thatcher und den Krieg so denkst - so wie ich mittlerweile auch dazu gekommen bin, seitdem das hier alles begann. ...
28)It is quite easy to see how the war has come about; Mrs. Thatcher imagined she was Churchill defying Hitler, and the Navy advised a quick war before the maximum publicity to reverse the Navy cuts: which has happened. For [utmost] worth, victory or defeat would have the same result: publicity and popular support, either congratulations or sympathy. The Navy thus overlooked the fact that we were fighting without all the necessary air cover, which is provided by the USA in the Atlantic and by the RAF in the Nort Sea and Icelandic Sea. Although the Harrier is a marvellous little aircraft it is not a proper strike aircraft, and the best the Navy could get when carriers were "abolished". Consequently, we have no proper carriers which can launch early warning aircraft fitted with radar as strike aircraft. From the Fifties onwards these two were absolute essentials.28) Es ist ziemlich einfach zu verstehen, wie das hier zustande gekommen ist; Mrs. Thatcher stellte sich vor, sie sei Churchill, der Hitler trotzen müsse und die Marine riet der Regierung zu einem schnellen Krieg vor Wintereinbruch: die Oberbefehlshaber der Marine wollten zudem, dass aus der Marine das Maximum rausgeholt würde, um die daraus resultierende Unterstützung durch die Öffentlichkeit zu nutzen, um die vorausgegangenen Kürzungen der Marine rückgängig zu machen: was mittlerweile auch geschehen ist. Von (höchster) Bedeutung ist, dass unabhängig von Sieg oder Niederlage dasselbe passieren wird: Öffentlichkeit und Unterstützung vom Volk mit Glückwünschen oder Sympathie. Die Marine übersah dabei völlig, dass wir ohne die nötige Rückendeckung aus der Luft operieren, die die USA im Atlantik und die RAF an der Nordsee und der Isländischen See stellen. Selbst wenn der Senkrechtstarter ein hervorragendes kleines Flugzeug ist, ist er noch lange kein angemessenes Angriffsflugzeug, er ist lediglich das beste, was die Marine bekommen konnte nachdem Flugzeugträger „abgeschafft“ wurden. Daher haben wir keine gescheiten Flugzeugträger, die frühzeitig Flugzeuge starten lassen könnten, die mit Radar aufgestellt, als Angriffsflugzeuge geeignet wären. Seit den Fünfzigern sind diese zwei Einheiten absolut notwendig.
29) ... I read that Argentina was prepared to accept a deal which involved Argentinian sovereignty nd British administration and way of life. Those to me, sound fair terms to avoid blooshed. Now that the war has started, neither side can give way until the other is exhausted. This is not a war between civilized countries. It is not fought for a good reason (trade, survival, top-nation status etc.) but is fought on a "principle" by two dictatorships. It is a dangerous state of affairs in Britain when the Prime Minister can tell the forces to go to war without consulting even Parliament. If that is the case, it is time the forces were cut so that it is impossible to use them for anything but the defence of Britain...29) ... Ich las, dass Argentinien sich darauf eingestellt hat, ein Abkommen zu akzeptieren, welches argentinische Souveränität und britische Verwaltung und Lebensstil beinhaltet. Dies klingt für mich nach fairen Dingen um ein Blutbad zu verhindern. Jetzt wo der Krieg angefangen hat, kann keine Seite sich zurückziehen, bevor die andere erschöpft ist. Dies ist kein Krieg zwischen zivilisierten Ländern. Er wird nicht aus einem guten Grund geführt (Handel, Überleben, "Supermachtstellung"), sondern er wird unter den moralischen Regeln von zwei Diktaturen geführt. Es ist ein gefährlicher Stand der Dinge in England, wenn der Premierminister den Truppen befehlen kann in den Krieg zu gehen, ohne gar das Parlament zu befragen. Wenn dies der Fall ist, ist es an der Zeit die Truppen zu kürzen, sodass es unmöglich ist, sie für etwas anderes, als für die Verteidigung von England, zu benutzen...
30) Yesterday ... five ships were badly damaged because they were positioned by the Admiral in the middle of the islands and could only pick up the attacking aircraft at about one or two miles (about 10-15 seconds reaction time). They were just sitting targets to the wave of four aircraft at a time coming over. They would have enough time to shoot maybe four shells out of a Seacat close-range missile, and would take out one or two of the four aircraft. Anyway, all the ships were damaged ... and we were ordered in to replace the other County Class destroyer which had been written off: to sit in the middle of the channel and be attacked. It would have been certain damage for the ship; and it did feel like being sent over the top at the Somme [ditches of WW 1]. Fortunately, an hour later, the Admiral changed his pland and we didn't go in and it was decided to move the ships out.30) Gestern ... wurden fünf Schiffe schwer beschädigt, weil sie vom Befehlshaber in Mitten der Inseln positioniert wurden und sie den angreifenden Kampffliegern erst bei ungefähr eine oder zwei Meilen abfangen konnten (ungefähr 10- 20 Sekunden Reaktionszeit). Zu der Zeit als es passierte, waren sie nur leicht zu treffende Ziele für den Ansturm von vier Kampffliegern. Sie würden genug Zeit haben, um vielleicht vier Zünder von einer Seacat-Nahrakete abzuschießen, und würden ein oder zwei von den vier Kampffliegern außer Gefecht setzen. Alles in allem, wurden alle Schiffe beschädigt ... und wir wurden einberufen, um den anderen County-Class-Zerstörer, welcher abgezogen war, zu ersetzen: in der Mitte des Kanals zu sitzen und angegriffen zu werden. Das wäre eine ernst zunehmende Beschädigung für das Schiff und es fühlte sich an, als sei man zur Spitze der Somme [Graben vom 2. Weltkrieg] geschickt worden. Glücklicherweise änderte der Admiral seinen Plan eine Stunde später und wir liefen nicht aus, denn es wurde entschieden unsere Schiffe rausfahren zu lassen.
31) We are all prepared for fighting at sea when we can at least engage the aircraft with Seaslug, our main system, with a range of 20 miles: but going inshore when you can only see the aircraf at a mile is just suicide.31) Wir bereiteten uns alle darauf vor, auf offener See zu kämpfen, sodass wir wenigstens die Luftangriffe mit der Seaslug abwehren konnten, unserem Hauptsystem mit 20 Meilen Reichweite. Aber In Küstennähe zu sein wenn man das Flugzeug erst auf eine Meile sieht ist glatter Selbstmord.
32) We had in fact done this on the first day ... We shelled Stanley airport while we were inside the minefield (!) about two miles off shore. Sure enough, we were attacked by two waves of four Mirages and it was too close before we had seen them to engage with Seaslug and they were flying too low, right behind us, [for us] to bring the Seacat or guns to bear (we saw them at one mile). Fortunately, they had a lot to do in that seven seconds and were probably a bit jumpy, so didn't hit us.32) Das hatten wir in der Tat schon am ersten Tag gemacht ... Wir wurden am Stanley Flughafen beschossen während wir auf dem Minenfeld (!) waren, ca. zwei Meilen von der Küste entfernt. Freilich wurden wir von zwei Wellen mit jeweisl vier Mirages angegriffen und diese waren zu nah als wir sie entdeckten, um noch Seaslug einsetzen zu können und sie flogen außerdem zu tief, direkt hinter uns, um noch die Seacat oder die Kanonen in Position bringen zu können (wir sahen sie auf eine Meile). Glücklicherweise hatten sie in diesen 7 Sekunden viel zu tun und wir waren vermutlich ein bisschen flinker, sodass es uns nicht traf.
33) ... It has been a dreadful price in ships to pay - one ship for every four aircraft. If we could fight them in the open sea our chances would be so much better. I would much prefer that their air forces just did not fight but it looks like the only way to end this will be to break the back of their air force (we have destroyed about fifty out of two hundred). Despite what the press and public opinion say, they are brave men who have to do their duty as we do. 33) ... Es war ein schrecklicher Preis (in Schiffen), den wir zahlen mussten- ein Schiff auf alle viel Flugzeuge. Hätten wir sie auf offener See bekämpfen können wären unsere Chancen so viel besser gewesen. Ich hätte viel lieber dass ihre Luftstreitkräfte uns einfach nicht angreifen würden aber es sieht so aus als wäre das die einzige Möglichkeit ihrer Luftwaffe das Genick zu brechen.(Wir haben ca. 50 von 200 zerstört) Entgegen der öffentlichen Meinung und der Presse sind es tapfere Menschen, die ihre Pflicht tun- genau wie wir.
34) The pity for us is that there is no cause for this war; and, to be honste, the Argentinians are mor patriotic about the Malvinas then we are about the Falklands. And the iniquitous thing is that we trained and equipped them! Their carrier, Type 42 destroyers, submarines and aircraft are all European. Britain even sold Argentina the maps of the Falklands a month before the invasion so that there were nor maps for our own troops when we needed them. We were about to train their Lynx helicopter crews to use the Sea Skua missile (in May). That's the only advantage we have over their ships at present. And we even gave them an official cocktail party when one of their Type 42 destroyers was training in Porthsmouth last year! I suppose we didn't think that we would have a warmonger in charge.34) Schade für uns ist, dass es keinen Grund für diesen Krieg gibt; und um ehrlich zu sein, sind die Argentinier patriotischer wegen den Malwinen als wir es wegen den Falkland-Inseln sind. Und die ungeheuerliche Sache ist, dass wir sie ausgebildet und ausgerüstet haben! Ihre Träger vom Typ „42 Destroyers“, U-Boote und Flugzeuge sind alle aus Europa. Großbritannien hat sogar einen Monat vor der Invasion die Landkarten von den Falkland-Inseln an Argentinien verkauft, sodass wir keine Landkarten für unsere eigenen Truppen mehr hatten, als wir sie brauchten. Wir waren kurz davor ihre „Lynx“ Helikopter Besatzung darin auszubilden wie die „Sea Skua“-Raketen benutzt werden (im Mai). Das ist der einzige Vorteil, den wir im Moment zu ihren Schiffen haben. Und wir veranstalteten sogar eine offizielle Cocktail-Party als einer ihrer Typ „42 Destroyers“ letztes Jahr in Porthsmouth ausgebildet wurde. Ich vermute, wir rechneten nicht damit, dass wir einen Kriegshetzer unter uns haben.
35) ... Certainly the triva of life and the important things are all brought to mind by this. And how much the trivia are at the forefront of normal life and the important things put away, or not done, or left to do later and then forgotten. Here, certainly, the material things are unimportant and human "things" values, and ways of life are thought about by everybody.35) ... Sicherlich werden die Belanglosigkeiten des Lebens und die wichtigen Dinge alle dadurch ins Gedächtnis gerufen. Und wie stark die Belanglosigkeiten im normalen Leben eine Rolle spielen und die wichtigen Dinge weggelegt, nicht gemacht, oder auf später verschoben und dann vergessen werden. Hier sind mit Sicherheit die materiellen Dinge unwichtig und die menschlichen Werte und Lebensarten werden von jedem überdacht.
36) To Jonathan & Helena - HMS Glamorgan, 28 May 198236) An Jonathan & Helena - His Majesty Ship Glamorgan, 28. Mai 1982
... I cannot think of a single war in Britain's history which has been so pointless. They have always been either for trade.... This one is to recapture a place which we were going to leave undefended from April, and to deprive its residents of British citizenship in October. And to recapture it, having built up their forces with the most modern Western arms (not even we have the air-launches Exocet which is so deadly). And fighting ourselves without the two pre-requisites of naval warfare: air cover, and airborne early warning, which have been essential since World War 2.... Ich kann mich an keinen einzigen englischen Krieg erinnern, der so zwecklos ist. Sie waren immer entweder für den Handel... Dieser findet statt um einen Ort, den wir im April unverteidigt verlassen wollten, wieder zu erobern und Bewohnern die Britische Staatsbürgerschaft im Oktober zu entziehen. Und um es zurück zu ergreifen, haben sie ihre Truppen mit den modernsten westlichen Waffen (nicht einmal wir haben die Exocet Luftrakete, welche so tödlich wirkt). Und wir bekämpfen uns selber ohne die im Vorhinein benötigten Kriegsführungsmittel der See: Luftbedeckung und fliegende Frühwarner, welche seit dem zweiten Weltkrieg grundlegend sind.
37) To Christine - HMS Glamorgan, 5 June 198237) An Christine - His Majesty Ship Glamorgan, 5. Juni 1982
... Over this period the mood and feeling on board have changed from being very tense to becoming used to the situation. The attacks are not particularly frightening, they are over so quickly. However, one always has to be prepared to go to Action Stations and to expect this and that: and that is the main difference to life. It is an odd feeling being attacked: a mixture of "Goodbye, cruel world", as you lie there with tin helmet on, braced for it: and a feeling that "They must be mad. Don't they know it's very unsafe shooting things at other people?" One is always so conscious of safety, normally, you just cannot imagine somebody doing something as deliberately unsafe as pointing it at anyone - and pressing the button. The best thing to do is to have a few wets before an attack. I'd had a drink before the Exocet attack and the pulse rate stayed very normal, although when "Brace, Brace, Brace" came over the broadcast I did think to myself "Expletive deleted". They had it worst in the Ops Room where they could see it coming towards us ... ... In dieser Zeit veränderten sich die Laune und Gefühle an Bord von sehr stark verkrampft zum gewohnt sein an die Situation. Die Angriffe sind nicht im Einzelnen beängstigend, sie sind recht schnell vorüber. Wie dem auch sei, einer muss immer vorbereitet sein um in „Action Stationen“ zu gehen und um dies und jenes auszuprobieren: und das ist der größte Unterschied zum Leben. Es ist ein schlechtes Gefühl angegriffen zu werden: eine Mischung von „Auf wieder sehen, schlechte Welt“, wenn du dort mit deinem Konservenhelm liegst, verbunden mit ihm: und einem Gefühl von „Sie müssen verrückt sein. Wissen die nicht, dass es sehr gefährlich ist Sachen auf andere Menschen zu werfen?“ In der Regel ist immer jemand Sicherheitsbewusst, und normalerweise, kannst du dir einfach nicht vorstellen wie jemand so etwas unsicheres wie auf jemanden zu zielen und dann den Startknopf zu drücken. Das Beste sind ein paar Provokationen vor dem Angriff. Vor dem Exocet Angriff hatte ich noch einen Drink, und der Pulsschlag blieb recht normal, auch als „Brace, Brace, Brace“ über das Radio zu hören war, danach dachte ich nur „Expletive deleted“. Im OP Zimmer hatten sie es am schlechtesten, wo sie es auch auf uns zukommen sehen konnten ...
38) To H & E - HMS Glamorgan, 8 June 198238) An H & E - His Majesty Ship Glamorgan, 8. Juni 1982
... I know that the people at home seem wholeheartedly in support of the Forces here, as is borne out by the generosity in giving to the South Atlantic Fund. But it does seem totally despicable that the politicians should have any glory when it is their mess we have to sort out. ... That's about all the news from here at the moment. Life is very nicely routine here and everybody is very relaxed and very well... Lots of love for now; I will write again soon.... Ich weiß, dass die Menschen zu Hause mit vollem Herzen die Truppen hier unterstützen, da es ausgebrannt ist von der Barmherzigkeit des Gebens an den South Atlantic Fund. Aber es scheint ganz typisch zu sein, dass die Politiker den Ruhm haben sollen, wenn es deren ihr Ungeschick ist, welches wir wieder in Ordnung bringen müssen. ... Das sind so ungefähr alle Neuigkeiten von hier zum jetzigen Zeitpunkt. Das Leben hier ist aber ganz schön, jedem geht es ganz gut und jeder ist beruhigt... Mit viel Liebe für jetzt; ich werde bald wieder schreiben.
39) (Four days later, on 12 June 1982, the HMS Glamorgan was hit by an Exocet missile. David Tinker and all his colleagues at the helicopter station were killed instantly. Two days later the Argentinians surrendered).39) (Vier Tage später, am 12. Juni 1982, wurde das His Majesty Ship Glamorgan von einer Exocet Rakete getroffen. David Tinker und all seine Kollegen am Helikopterlandeplatz wurden auf der Stelle getötet. Zwei Tage darauf kapitulierten die Argentinier).

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